Zurück zur Schreibmaschine

Das ist der erste Digiimmi-Beitrag, der auf meinem neuen MacBook Pro entsteht, und auch der erste ohne Unterstützung von Microsoft. Mein neues «Baby» habe ich zwar schon seit fast einem Jahr, aber bisher brachte ich es nicht übers Herz, mein altes Teil abzulösen. Auf dem «alten» Laptop (gefühltes Alter 10 Jahre, tatsächliches Alter 3 Jahre) lagern zwar Zehntausende von Mails und Hunderte von Dokumenten, aber nach wie vor sind Dutzende von Gigabytes frei. Ich hätte also noch jahrelang mit dem alten, hell-silbernen Teil auskommen können. Aber das neue «Baby» ist halt noch kleiner, noch schöner (dunkel-silbern) und mit noch mehr schmeichelnder Oberfläche ausgestattet. Das Jahr Ablösungszeit (altes in Betrieb, neues mal konfiguriert, aber im Schrank deponiert) haben wir zwei einfach gebraucht. Nicht etwa, weil ich solange benötigt hätte, alle neuen Lade-, Netzwerk- und Verbindungskabel zu kaufen – was allerdings schon auch aufwändig war. Aber da gibt es ein kleines Detail, das mich auch jetzt beim Gebrauch des neuen Teils mehr als irritiert: Während in den letzten Jahrzehnten neben dem Design des ganzen Geräts, der Rechner- und Speicherkapazität und der Auflösung der Bildschirme stets auch die Tastatur weiterentwickelt wurde, gab es diesmal einen eigentlichen «Backslash»: Die Tastatur dieses neuen MacBook Pro tönt nämlich fast so laut wie meine mechanische Schreibmaschine in den 70er-Jahren. Das mag für Singles mit eigener Wohnung kein Problem sein, im Zug und im Büro werde ich so aber potenziell zum «Störenfried». Ist aber vielleicht auch wieder gut, um mit anderen ins Gespräch zu kommen. Und immerhin gibt es einzelne Worte (das «einzelne» war jetzt grad so eines), die mir auf der «Touch Bar» vorgeschlagen und dann per Fingertipp ganz lautlos eingesetzt werden können. Und sobald mein Baby dann meine Gedanken lesen kann (so in ungefähr 100 Jahren), kann es dann den ganzen Text ohne Tastaturlärm schreiben.

05.10.2017

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