Wohnst Du noch oder augmentest Du schon?

Letzte Woche war es die römische 10 – also das X –, die mich beschäftigt hat. Und natürlich braucht ein Apple-Fan dann mehr als eine Woche, um all die Neuigkeiten zu verdauen. Besonders gern lesen wir die kritischen Kommentare zu neuen iPhones, aber natürlich nur, um nachher ganz gelassen zu sagen: «Dieses Feature (das dem iPhone fehlt) brauche ich eh nicht» oder «Das ist doch nur der Neid der Besitzlosen bzw. der Android-Besitzer». Eines tut aber schon weh: Der Supersuper-Bildschirm des iPhone X kommt von Samsung. Und das ist etwa so, wie wenn die Frontpartie oder gar das Cockpit eines Audi von Subaru käme. Man bleibt irritiert zurück, weil man sich ja als Konsument (unter anderem) zwischen Samsung und iPhone unterscheidet und daraus auch so etwas wie Status und Identität der Besitzer ableitet. Diese Woche aber geht es bei uns aber schon um die Nummer 11 – die entsprechende Version des Apple-Betriebssystems iOS. Es macht, übrigens auch auf den heutigen Versionen der iPhones, «Augmented Reality» zum Alltagsgegenstand. Jedenfalls ermöglicht es entsprechenden Applikationen, die Realität vor dem Kamera-Auge mit jener im Gerät bzw. in der Software zu verschmelzen. Und ausgerechnet IKEA – von der Positionierung her jetzt auch nicht grad der Mac unter den Warenhäusern – geht mit der App «IKEA Place» voraus. Damit kann ich IKEA-Möbel virtuell in meine Stube transferieren und 1:1 schauen, wie sie bei mir zuhause wirken würden. Leider habe ich nichts davon gelesen, dass die App mich auch beim Zusammenbau der Möbel, wie etwa beim Finden der richtigen Schrauben, unterstützen würde. Aber das kann ja noch kommen.

21.09.2017

2 Gedanken zu “Wohnst Du noch oder augmentest Du schon?

  1. Ha! Das hätte ich nicht von Dir gedacht, Roger! Dass Du des Menschen Status und Identität von der Marke seines Handys abhängig machst. Haha
    Und diese Apple Jünger – die gar nicht wissen, wie gut Apple wirklich einmal war. Ihre Laptops viele verschiedene Zugänge hatten, Programme wie i-web und GuarageBand gratis zur Verfügung stand und die Filmreview App (roter Samtstuhl) und ein Kabel für alles. Nicht wie heute, wo ein I-phone Besitzer ein Zusatzteil benötigt, um die auf dem Handy geladene Musik über die Boxen des Autos oder der Stereoanlage zu hören. Die Festplatte der Laptops es nicht mehr erlaubt, die Speicherkapazität zu erhöhen. Dudelidudeldei 😉

    1. Wieso sprichst Du mich als Roger an, ich bin doch der Digiimmi. Nicht ich, die Menschen selbst machen ihren Status von solchen Gadgets abhängig… Aber Du hast recht: Die Welt wird immer schlechter und gemeiner, auch bei Apple 😉

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