Welcome, Mario!

Einer aus unserer Generation der Digital Immigrants (er kam in den frühen Achtzigern sozusagen «ausgewachsen» zur Welt) ist nun endlich auch ganz in der mobilen Welt angekommen. Ein kleiner, eher unsportlich wirkender Italiener, der ausser zwei, drei Sätzen nichts sagt, dafür stundenlang durch die Gegend rennt und springt: Ja, Super Mario schafft genau zur richtigen Zeit den Sprung aufs iPhone (und hilft nebenbei die doch eher beschränkten technischen Fortschritte zwischen der 6er- und der neuen 7er-Serie zu «überspielen»). Er wird nämlich genau jetzt «mobil», wo die Handys zu Fitnesstrackern und Sportmotivatoren werden – und damit auch hitzebeständiger und wasserdicht(er). Besonders tröstlich für uns, die wir schon bei seiner «Geburt» dabei waren: Die neusten Apple-Gadgets mögen Dinge können, von denen wir nicht zu träumen gewagt hätten. Aber inhaltlich brauchen sie dann doch Stories und Figuren unserer Generation. Was viele wohl nicht merken, wir Digital Immigrants aber natürlich schon: Super Mario auf dem iPhone ist die genau richtige Alternative zu Pokémon Go für unsere Generation. Während Y- und Z-Generation mit dem Handy selbst durch die Gegend laufen und Pokémons jagen, lassen wir Babyboomer den Mario virtuell für uns rennen und springen. Wenn das kein Symbol für die unterschiedlichen Lebensentwürfe ist: Wir wollen Spass haben und lassen andere die Arbeit machen (wie Mario, den Klempner), während die Jungen Spass haben, während sie selbst «arbeiten». Die Menschheit entwickelt sich eben doch zum Guten weiter 😉

super-mario

08.09.2016

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