Was ist überhaupt ein Digital Immigrant?

Der «Digital Immigrant» (ausgesprochen «Ditschitl Immigränt») ist – im Gegensatz zum «Digital Native» (ausgesprochen «Ditschitl Neitiv» – nicht mit und in der digitalen Welt aufgewachsen, sondern lernt(e) diese Welt erst im Erwachsenenalter kennen.

Der Digital Native ist sozusagen der digitale «Ureinwohner», ist in der virtuellen Welt zuhause und bewegt sich dort so sicher, als hätte er nie etwas anderes gemacht (hat er ja auch nicht!). Er weiss, was er wo findet, auf welchen Plattformen man was anbieten kann und holt sich alle Informationen aus dem digitalen Netz. Der Digital Native ist vertraut mit Multitasking – er hört Musik, schaut Fernsehen und lernt dabei gleichzeitig noch für die Schule. Ohne Computer, Mobilephone und Internet könnte er vermutlich nicht leben, denn ein grosser Teil seines Lebens spielt sich überhaupt nur in dieser Welt ab.

Als Digital Native bezeichnet werden in der Regel Menschen ab dem Jahrgang 1980. Alle Älteren zählen eigentlich schon zu den Digital Immigrants.

Der Digital Immigrant, ein «Einwanderer» wie das Wort schon sagt, muss(te) sich erst an das Digitale gewöhnen. Er ist aufgewachsen mit Büchern, ohne Mobilephones und träumte noch nicht einmal vom «online sein». Der «Digiimmi» ist nicht von klein auf vertraut mit den digitalen Techniken, versucht aber, sich in die digitale Welt einzubringen.

Wie erkennt man einen Digiimmi (ausser an seinen vermutlich schon grauen Haaren)? Zum Beispiel daran, dass er einen Text noch ausdruckt, um ihn zu überarbeiten, anstatt ihn einfach am Computer mit der Korrektur-Funktion zu korrigieren (was ich persönlich natürlich NICHT mache).

Der Digiimmi ist zwar gewillt, sich in der virtuellen Welt einzubringen, wird aber nie ganz zu einem Digital Native «aufsteigen» können. Er bleibt ein Einwanderer, auch wenn er sich noch so zu integrieren sucht.

Neben «Digital Native» und «Digital Immigrant» werden oft auch die Bezeichnungen Generation x (Immigrants) und Generation y (Natives) verwendet.

08.10.2015

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