#Venividimaxi oder wenn das Netz spinnt

Ich weiss gar nicht, was unglaubwürdiger ist: Dass ein 16-jähriger ein Twitterkonto haben soll oder dass so einer noch Latein lernt. Dennoch kommt aus Vorarlberg die Nachricht, dass bei Maximilian Werner beides zutrifft. Wie Tausende andere Schülerinnen und Schüler musste er (wie früher auch schon) zum «Nachzipf» in Latein antreten, einer Wiederholung von Prüfungen, die man vor den Sommerferien «verhaut» hat. Und er schaffte die Lateinprüfung diesmal. Kollegen von ihm und er selbst setzten dazu Tweets ab. Das führte dann über Retweets und ständig neu dazustossende Follower (mittlerweile sind es 1500), vor allem aber dank dem Hashtag #venividimaxi dazu, dass die Sache in ganz Österreich «trending» wurde. Das ist zwar – unter uns gesagt – bei der überschaubaren Twitter-Gemeinde in unserem Nachbarland nicht so eine Sensation. Aber offensichtlich taugte der junge Vorarlberger, seit Juni auf Twitter und neben der Schule auch noch als Fussballstadionsprecher und Hobbyjournalist (aha, deswegen ist er auf Twitter), als Beispiel für viele andere «Nachzipfler» und die Freude der anderen, wenn die Nachprüfung dann doch geschafft ist. OEBB, Bundespräsident und ZIB2-Moderator Wolf nahmen die Kleinigkeit auf und liessen sich die Gelegenheit nicht entgehen, so auch noch Sympathiepunkte zu sammeln. #venividimaxi ist übrigens abgeleitet vom lateinischen #venividivinci («ich kam, sah und siegte») und passt damit ideal zu einer bestandenen Prüfung, und auch zu «Maxi» der sich sonst auf Twitter aber «Maxl» nennt 😉 Ein Beispiel mehr jedenfalls, wie aus «Nichts» ein Hype werden kann.

13.09.2018

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