Valentin macht nur analog happy

Es gab im jungen digitalen Zeitalter ja schon Momente, in denen man tatsächlich mit einer elektronischen Grusskarte noch Freude bereiten konnte: An Geburtstagen, an Weihnachten und – ja – auch zum Valentinstag. Die mit Blumen und Herzchen überladenen Sujets von damals gibt es immer noch. Allerdings werden sie nun als Bilder in Whatsapp verschickt, und Liebeserklärungen erfolgen via Facebook (bei uns Immigrants) oder «Insta» bei der Generation der Jungverliebten. So richtig Spass macht das gegenseitige Beschenken und Turteln aber doch nur analog, denn hier zeigt sich – anders als etwa bei journalistischen Inhalten – dass nichts wert ist, was nichts kostet. Oder umgekehrt: Eine Gratisnachricht oder ein kostenloser Post an einer Wall wird als weniger wertschätzend empfunden als selbst ein ganz kleiner, analoger Blumenstrauss. Natürlich ist das Entscheidende daran ja nicht der Blumenstrauss oder das Schmuckstück, sondern die persönliche Begegnung und Übergabe. Ein Glück für unseren Detailhandel: Dank Social Media wissen heute wirklich alle, wann Valentinstag ist, und die meisten erfüllen dann auch die Erwartung, dass man sich an diesem Tag etwas schenkt. Natürlich gibt es auch die Verweigerer und Verweigerinnen, die sich von nichts und niemandem zwingen lassen, am Valentinstag ihre Liebe zu feiern. Das ist auch okay – wenn man sich dafür jede Woche oder jeden anderen Tag im Jahr Gutes tut. Die originellste Idee aber setzen nur wenige um: Am Valentinstag ein digitales Geschenk machen, das dennoch etwas kostet: zum Beispiel ein paar Giga mehr Speicherplatz auf iCloud-Drive 😉

16.02.2017

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