Status-Update mit Tücken

Klar, das wissen wir alle: Was wir in Social Media-Kanälen posten, kommentieren und liken, das hat viel mit unserem «Status» zu tun. Zunächst ganz wörtlich mit dem Zustand, in dem wir uns befinden (und den wir mit aller Welt teilen möchten). Dann aber auch mit dem Status als Positionierung innerhalb einer Community: Gehören wir zu den «Coolen», die fürs Posten irgendeines Zitats schon mehrere Dutzend Likes erhalten, oder eher zu den «Aussenseitern», deren Selfie mit Céline Dion gerade mal 10 Views und 2 Likes aus der Familie findet. Social Media eröffnen uns die Möglichkeit, nicht nur unseren Status schönzureden bzw. schönzuposten, sondern uns überhaupt «gephotoshopt» durch die virtuelle Welt zu bewegen. Und das gilt nicht nur für Bilder. Inzwischen verdichtet sich auch der Stress für Leute, die auf verschiedenen Netzwerken unterwegs sind: Die meisten bieten die Möglichkeit, den eigenen Status zu posten und zu aktualisieren. Während dies die einen (wie Facebook) mit Fragen «Wie fühlst Du Dich gerade?» oder mit Emojis unterstützen, gibt es bei anderen (wie LinkedIn oder Xing) einfach ein leeres Feld für Texte, die ich selbst formulieren darf. Und nun kommt also auch noch Whatsapp mit Status-Updates. Während ich mich immer wieder wunderte, wieso andere alle halbe Tage ihr Profilbild wechselten, bekam ich mit, dass insbesondere bei Frauen aus diesen Bildwechseln immer wieder längere Chats entstehen. Ich vermute mal, dass die Whatsapp-Statistiker das gemerkt haben und nun die Sache erleichtern wollen: Musste ich vorher die rasch wechselnden Profilbilder noch selbst mit einem Gemütszustand der Whatsapp-Kontakte verbinden, so können sie bald direkt schreiben, wie es ihnen grad geht. Dabei wissen wir das doch schon aus Facebook…

23.02.2017

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *