Stadt ohne Free Wifi

Das Internet für alle gibt es ja seit ungefähr zwanzig Jahren. «Gefühlt» seit 10 Jahren gibt es auch die drahtlose Verbindung zu eben diesem World Wide Web. Und seit ein paar Jahren gibt es auch ja die Flat-Rate-Abos für Handy-Empfang, so dass alles paletti ist, solange man/frau sich im eigenen Land bewegt und also online ist und bleibt. In den Ferien wird das schwieriger, selbst in sogenannt modernen Städten wie Oslo – gemäss Statistik die teuerste Stadt der Welt, noch vor Zürich und Genf. Als Tourist wird man (wie andernorts auch) vom Tourismusbüro aufgefordert, alle Posts auf Social Media-Plattformen mit #visitoslo zu versehen. Was man ja noch so gerne täte, würde einem dieselbe Touristinfo in der ganzen Stadt Wlan kostenlos oder zumindest kostengünstig zur Verfügung stellen. Aber wenn man nicht gerade im «Hop-on-hop-off»-Sightseeing-Bus, in einem McDonalds- oder Starbucks-Laden oder in einem einheimischen Restaurant sitzt, herrscht Wlan-mässig «tote Hose» (dass die beste Ehefrau von allen im selben Moment mein Handy in der Hand hält und wörtlich sagt «Dein Teil ist immer so heiss», macht die Sache nicht besser). Vielleicht ist die Wlan-Sache aber ja ein Teil der Tourismus-Strategie, indem man gezwungen wird, in Restaurants zu konsumieren, um dann immerhin von deren drahtlosem Netz zu profitieren. Und so macht man sich einen Sport daraus, in der Nähe von Cafés auf öffentlichen Plätzen zu sitzen und von draussen im dortigen Wlan mitzusurfen. Wenn der Reisebus sein eigenes Wlan bis ans Nordkap mitführen kann, dann – so finde ich – müsste das die teuerste Stadt der Welt in ihrem Gebiet doch auch hinbekommen. Solange das nicht der Fall ist, meint der Digiimmi nämlich #givemefreewifioslo.

07.07.2016

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