Spam von Kollegen

Am Montag war eine Art «Ruhetag», am Dienstag wurde das aber wieder kompensiert. Ein Bekannter von mir, auf dessen Nachrichten-Verteiler ich «schuldlos» gelandet bin, schickt mir praktisch täglich zwischen drei und zehn «funny» Bilder und Videos. Die meisten sind von der Sorte «harmlos, aber lustig», gerne auch im Macho-Stil, wenn etwa unter dem Stichwort «Liebling, ich habe Dir schon mal das Wasser eingelassen» auf dem Bild keine Badewanne zu sehen ist, sondern die Spüle in der Küche, immerhin auch mit zwei, drei Kerzchen verschönert. Und wie gesagt: Hat er mal an einem Tag keine Zeit, die lustigen Geschichten, Witze und Videos (hochmodern natürlich via «Whatsapp») zu schicken, dann gibt es am Folgetag die doppelte Menge. Manchmal frage ich mich, ob der Absender wirklich mein Bekannter ist (den ich wirklich persönlich, nicht nur via Social Media, kenne) oder ob eine Maschine sein Handy gehackt hat. Schreibe ich nämlich – ganz ausnahmsweise – mal zurück, dass ich einen der Witze wirklich gut finde, bekomme ich nie eine Antwort. Vielleicht ist sein Verteiler so riesengross, dass er Feedbacks nicht individuell beantworten kann. Oder er hat Wichtigeres zu tun, als persönlich mit jemandem in Kontakt zu treten: Schliesslich muss er ja spätestens morgen wieder originelle Post verschicken können. Zugegeben, die meisten Bilder und Videos schaue ich mir an, und lachen kann ich dabei oft. Aber ein bisschen Angst habe ich schon, dass ich mittelfristig verblöden könnte, wenn ich das nicht wegklicke. Ich hoffe nur, dass ich nie vom Empfänger zum Verteiler solcher Spams werde. Dafür habe ich ja Kollegen.

02.03.2017

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *