So tun, als ob man im Büro ist

Es ist Ferienzeit, und weil ich hier schon – wohl mehr als einmal – über die Abwesenheitsmeldungen gespottet habe, muss ich jetzt einmal einen konstruktiven Vorschlag machen. Mit einer Funktion, die Mails zu einem frei wählbaren Zeitpunkt verschickt, können gewitzte Digital Natives und Immigrants so tun, also ob sie im Büro sind, wo sie doch längst Strand, Sonne und Faulenzen geniessen. Überlegt euch aber gut, was ihr inhaltlich in diese zeitversetzt verschickten Mails packen möchtet. Am besten Aufträge mit Ablaufdatum nach eurer Rückkehr oder aber Informationen, auf die ihr keine Antwort erwartet. Alle Outlook-Nutzerinnen und -Nutzer können das direkt im Programm machen. Alle, die auf ihren Macs mit «Mail» arbeiten (ja, genauso heisst das Apple-Programm fürs Mailen), haben da mehr Aufwand, weil die Macs sowas nicht vorsehen. Man holt sich einen Mailclient, der das kann, zum Beispiel Outlook für Mac oder auch «Spark». Und schon kann man – ähnlich wie Post fürs Facebook – Dutzende von Mails vorbereiten und erst dann abschicken lassen, wenn man selbst weg ist. Mit Spark funktioniert das sogar, wenn der eigene Mac nicht läuft, weil die Mails auf einem externen Server zwischengespeichert sind. Und wer meint, das sei eine reine Spielerei (diesen Eindruck könnte man ja beim Lesen dieses Posts gewinnen): Nein, denn Mails vorbereiten und erst später versenden kann auch während der Arbeit sehr sinnvoll sein. Man kann sich so mal eine oder zwei Stunden produktive Zeit schaffen, weil die Erfahrung ja zeigt, dass frühmorgens verschickte Mails schon ein paar Minuten später zu Antworten und «Pingpong» führen können.

11.07.2018

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