Schönheit muss leiden, auch beim Handy

Angeregt zu meiner Kurzrecherche hat mich eine Worterfindung im Satiremagazin «Titanic» (ja, ich gestehe, in der Printversion gelesen): «Fremdfallfurcht» heisst das Ding und meint die Sorge darum, dass ein Handy, das schon weit aus einer Hosentasche ragt, zu Boden fällt und kaputtgeht. Sofort nach Statistiken zu den häufigsten Handyschäden gesucht und wenig überrascht zur Kenntnis genommen, dass der Bruch von Displays der häufigste Schaden ist, nämlich bei über der Hälfte der gemeldeten Fälle etwa in Deutschland. Wer die vielen zerbrochenen Displays bei jungen NutzerInnen sieht, der sieht damit direkt die «Dunkelziffer» der nicht gemeldeten Schäden. Ich selbst gehöre ja ebenfalls zu den «gebrannten Kindern», war mein Display doch schon so häufig kaputt (sowohl bei versicherten wie bei unversicherten Geräten), dass der eine oder andere schon meinte, das Handy fallen zu lassen sei meine Strategie, die neuste iPhone-Version zu kaufen, ohne mich dafür rechtfertigen zu müssen. Ich gehöre damit zur Mehrheit, sowohl was die Schadenart betrifft wie die Verursacher: Männer schützen (wen wundert’s?) ihr Handy viel seltener als Frauen mit Hüllen. Ein nahezu perfekt designtes Gerät mit einer Hülle, ob durchsichtig oder nicht, zu verunstalten, widerspricht einfach meinem ästhetischen Bewusstsein. Und auch hier gilt das aus analoger Zeit stammende Bonmot «Schönheit muss leiden», spätestens, wenn das Ding zu Boden fällt. By the way: Wie oft konntet Ihr Euer Handy noch «erwischen», kurz bevor es auf dem Boden aufprallte?

09.05.2018

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