Schöne neue Welt

Ist Ihre Haarbürste mit dem Internet verbunden oder nur Ihre Waage? Wird Ihr Haus überwacht und sehen Sie also den Pöstler immer auf Ihrem Handy, wenn Sie auswärts sind? Oder können Sie gar aus den Ferien in den USA schnell via Web einen Blick in Ihren Kühlschrank zuhause werfen? Und setzen Sie die Lenkradheizung Ihres Autos via Mobile in Betrieb, wenn Sie noch auf der letzten Liftfahrt im Skigebiet unterwegs sind? Das «Internet der Dinge» hat ja inzwischen unseren Alltag erreicht und erleichtert ihn da und dort. Und die Visionen von Herstellern und uns Nutzern gehen ja noch viel weiter: Was wäre, wenn die Kaffeemaschine aufgrund eines Chips in unserem Körper merken würde, wann uns der nächste Espresso gut tut? Ist die Vorstellung nicht super, dass unsere Wohnung exakt unsere bevorzugte Temperatur aufweist, im Backofen unser Lieblingsbraten gerade «durch» ist und die Musikanlage jenes Stück aus unserer Playlist spielt, das wir nach einem langen Arbeitstag lieben und von dem das «Internet der Dinge» weiss, ob wir es heute schon irgendwo gehört haben? «Schöne neue Welt» oder «goldener Käfig»: Die Meinungen gehen da auseinander, sogar meine eigene schwankt hin und her – so ähnlich wie bei jenen Immigranten, die im Land ihrer Träume angekommen sind und sich dennoch nach ihrer Heimat zurücksehnen. Sagen wir es so: Solange ich das «Internet der Dinge» selbst übersteuern und dann nach Lust und Laune tun und lassen kann, was mein Hirn will und nicht nur die Sensoren, solange macht es mir Spass. Und so entscheide ich auch im Einzelfall, ob ich diese Blogs selbst schreibe oder meinen Robot machen lasse 😉

19.01.2017

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