Neues von der Emoji-Front

Es ist höchste Zeit für ein Update in Sachen Emojis, als deren Fan ich mich hier ja schon mehrfach geoutet habe. Sie sind ja zum einen die für alle – auch ohne Sprachunterricht – verständliche, moderne Version von «Esperanto», die nie zur wirklichen Weltsprache werden konnte. Weil Emojis oft ganze Sätze in einem einzigen Bild vereinen, werden sie in Zeiten der Fastfood-Kommunikation immer beliebter. Inzwischen hat auch Apple mit dem neusten Update fürs iPhone die 70 neusten Emojis eingeführt, die im letzten Sommer vom Unicode-Konsortium – eine Art «Weltregierung» in Sachen Zeichensätze – genehmigt worden waren. Und nun sind also «neue» Tierarten wie Gorilla oder Nashorn genauso im Angebot (eventuell als Kosenamen für Best Friends einzusetzen) wie Gemüsesorten (Kartoffeln, Rüebli) oder auch eine schwangere Frau – und damit die wohl kürzeste Version des Satzes «Ich bin schwanger». Etwas weniger im Fokus der Internet-Gemeinde, aber mindestens so spannend ist das, was die in Deutschland beheimatete «Aktion Mensch» fast gleichzeitig in die App Stores beachte: Emojis, Icons und Gifs «mit Beeinträchtigung», auf denen zum Beispiel ein Mann mit Prothese zu sehen ist oder eine Rollstuhlfahrerin in Hochgeschwindigkeit und «flammenden» Rädern. Diese «Inklumojis» (abgleitet von «Inklusion») sind eine wirklich gelungene Ergänzung der «Mainstream»-Emojis und genauso sinnvoll wie die verschiedenen (Haut-)Farben für die High-Five-Finger oder den Daumen-nach-oben. Mal schauen, wie lange es geht, bis Unicode auch diesen Zeichensatz offiziell genehmigt.

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02.02.2017

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