Nehmt doch endlich App!

Ich kenne Menschen, die ein iPhone Plus benötigen, damit sie alle ihre Apps auf zehn Screens bringen. Haben noch nie was von Ordnern gehört, in denen man ähnliche Apps oder Apps zu verwandten Themen zusammenfassen kann. Und ich schätze, dass jeder täglich ein paar Minuten damit verliert, die gerade benötigte App mit einer Kombination aus Wischen und Klicken zu finden und zu öffnen. Dabei war doch der App-Hype vor ein paar Jahren «gefühlt» vorbei, die Pop-up-Werbung mit «Mach Dir Deine eigene App in fünf Minuten» erschien seltener (jedenfalls bei mir), und viele Unternehmen setzten auf Anwendungen, die nur so tun, als ob sie eine App seien. Dabei sind sie in Wahrheit Websites, die app-ähnlich gestaltet sind. Wir Digitalen (und da meine ich Natives wie Immigrants) hatten schon Angst, plötzlich zu viel Platz auf unseren Handy-Bildschirmen zu haben, der dann sozusagen auf einen Blick die Leere unseres Lebens uns selbst und jedem zeigten, der das zufällig entdeckte. Jetzt, Jahre später, stelle ich fest, dass Apps noch immer in Überfülle vorhanden sind und auch noch runtergeladen werden. Wie viele habt Ihr auf Eurem Mobile drauf? Und wie viele verwendet Ihr wirklich? Ich schätze mal, Ihr braucht nur etwa 10 Prozent dieser Anwendungen wirklich regelmässig. Und Eure Handyzeit widmet Ihr wahrscheinlich zu fast 100 Prozent einem halben Dutzend der Apps, und Whatsapp ist vermutlich die einzige, die praktisch jeder und jede täglich benützt. Klar, die vielen unnötigen Progrämmchen auf dem Handy machen das Teil nicht schwerer, und Speicherplatz haben wir ja auch genug. Aber räumt doch all die unnützen Apps mal weg, die Ihr aus Neugierde runtergeladen und ein einziges Mal verwendet habt. Dieses Appnehmen schafft Platz auf dem Schirm und im Hirn.

08.12.2016

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