Memo an mich selbst

Das nahende/drohende/ersehnte Ende der E-Mail-Kommunikation haben wir hier auch schon angesprochen. Und tatsächlich hat man als intensiver Kommunikator auf elektronischen Kanälen heute das Gefühl, dass die wirklich wichtigen Dinge auf anderen Kanälen verkündet und ausgetauscht werden: die klinisch schönen Bilder jeder auch noch so verkrachten Existenz auf Insta, die leider nicht mehr ganz kurzen News und Politmeinungen auf Twitter, die Reiseziele und – erlebnisse unserer (Ü50-)Generation auf Facebook und die ganz privaten Dinge auf Whatsapp. Okay, nicht immer ganz privat, manchmal auch Zwiegespräche in grossen Gruppen wie früher in Chats, wo dieselben Leute auch schon Mühe hatten, Privatnachrichten von A nach B von Gruppenkonversation zu unterscheiden. Bleibt für Mail also das im engeren Sinn Geschäftliche, obwohl da Slack und ähnliche Progis sich da ja auch schon ein Feld erobert haben, weil «chattend» auch der Büroalltag mehr Spass macht. Dieser Tage habe ich allerdings eine «Nische» für E-Mail entdeckt, die ich praktisch fand: Memos an mich selbst – also von unterwegs ins Büro ;), das geht fast nur so. Weder bei Whatsapp noch bei Facebook (Messenger) noch bei Twitter oder Insta geht sowas. Okay, ein Eintrag in den Kalender oder ins Memoprogramm auf dem Handy ginge auch. Aber ich wollte die Erinnerung halt morgens auf dem Büro-Desktop-Compi haben. Hurra, Mail ist auch in Zukunft wichtig!

22.02.2018

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *