Meine digitalen Vorsätze für 2017

Schon klar, nichts scheint analoger und veralteter als Neujahrsvorsätze. Das ist doch sowas von uncool, sich etwas vorzunehmen. Digital Natives und Immigrants definieren sich doch (auch) darüber, dass sie jedem Trend virtuell nachspringen und sich von jeder Petitesse, die einer irgendwo draussen im Weltall absondert, aufregen, ablenken oder dann begeistern zu lassen. Als Digital Immigrant der ersten Generation empfehle ich mir (und Euch) dennoch ein paar Dinge für 2017:
– Ich werde nur noch Posts liken, die mir wirklich gefallen (und keine langweiligen Statusmeldungen von Bekannten mehr, die ich nächste Woche noch um einen Gefallen bitten muss).
– Ich werde das Feld für Blindkopien in meinem Mail nie mehr benützen (gilt ab 1. Januar 2017 für IMMER).
– Ich werde das neue iPhone nicht mehr bestellen, solange mein bisheriges noch funktionsfähig ist (und endlich einsehen, dass nur das Marketing, nicht das Gerät, wirklich besser geworden ist).
– Ich werde meine Social Media-Profile frei von Eigenlob (über Marathon-Teilnahmen oder andere Höchstleistungen) halten und stattdessen andere für Kleinigkeiten loben.
– Ich werde täglich mindestens einmal einen Menschen mit einer Sprachnachricht oder einem Telefonanruf überraschen.
– Und schliesslich: Ich werde nie mehr Dinge googeln, die ich einfach selbst wissen MUSS.

Übrigens: Es gibt auch Apps, die uns bei guten Vorsätzen unterstützen. Sie sind aber so langweilig wie eine «Worst-of-Liste» der Vorsätze: Nicht mehr rauchen, mehr Sport treiben, weniger essen, weniger online sein und so. Findet Ihr über Google oder Swisscows. Guten Rutsch!

29.12.2016

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