Knöpfe im Schrank

Die meisten werden inzwischen ja «Alexa», dieses Echo-Ding von Amazon, gekauft und zuhause installiert haben. Die können diesmal weghören bzw. wegschauen. Denn wer Alexa hat, der braucht wahrscheinlich keine Knöpfe im Schrank. Die sind auch so eine Amazon-Erfindung, die in den USA «Dash-Button» heisst. Mit ihnen kann man – nomen est omen – «rasend» schnell Produkte nachbestellen. Man platziert also zum Beispiel neben den Zahnbürsten den Dash-Button, der neue Zahnbürsten «auf Knopfdruck» nachbestellt. Und in ein paar Wochen bietet das auch mein Kollege Samy Liechti, Gründer von «blacksocks» an. Er sagt dazu «Internet ohne Bildschirm». Stimmt ein bisschen. Wenn ich aber für jedes Produkt einen solchen Knopf brauche, den via W-Lan mit meinem Handy oder PC synchronisieren muss und in der Vision also in jedem Schrank für jedes Produkt einen Knopf brauche, dann denkt mein analog geschultes Hirn, das nicht nur 1 und 0 («bestellen» und «nicht bestellen») unterscheiden kann: What the f…? Was genau soll hier einfacher sein als im Webshop ein Socken-Abo zu bestellen oder per Mausklick (ist ja auch nur einer) ein einzelnes Paar Socken zu bestellen? Da würde ich als Samy jetzt eher schauen, dass mich «Alexa» bald kennt und so auf Sprachbefehl «200 Paar Blacksocks, Grösse 42» schnell und unkompliziert bestellt, auch wenn ich vielleicht gar nicht vor meinem Sockenschrank stehe. Sorry, gibt also von Digiimmi diesmal keinen Klick auf dem «Like»-Button 😉

20.04.2017

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