Kiwi mag ich nicht

Jetzt hat es auch meinen wohl langjährigsten Digiimmi-Kollegen erwischt, und der hat immerhin mal für einige Zeit das Geschäftsfeld Digitales bei einem grossen Schweizer Medienunternehmen geleitet, ist also (nicht nur deswegen) «mit allen digitalen Wassern gewaschen»: Und nun also verschickt er an seine Facebook-Freunde – keineswegs als erster natürlich – die Einladung, die App «Kiwi» zu installieren. Dabei gab es doch schon Ende letzten Jahres einen kleineren Shitstorm, weil sich viele beklagten, die App greife ungefragt auf das Adressbuch zu und verschicke Einladungen. Gemäss meinem Kollegen P.H. (einige werden ihn auch kennen) hat er aber auf die entsprechende Frage bei der Installation eindeutig mit «Nein» geantwortet (für Digital Immigrants: auf «Nein» geklickt!). Das erinnert mich doch stark an die Nepper und Bauernfänger, die früher Carfahrten mit älteren Leuten organisierten und diesen dann bei Kaffee und Kuchen überteuerte Bettwäsche oder Teppiche aufschwatzten. Immerhin: Da musste man sich noch selbst anmelden, hier entscheidet die App sogar gegen den expliziten Willen. Kiwi ist gemäss App-Store «eine schnelle und einfache Möglichkeit, Ihren Freunden interessante Fragen zu stellen und herauszufinden, was sie denken.» Das stimmt sogar: Schneller als über unerwünschte Anfragen kann keine App erfahren, dass man sie weder will noch braucht. Oder anders gesagt: Dass sie schlicht «Spam» ist. Für mich kein Problem, denn ich mag «Kiwi» auch im realen Leben nicht leiden. Kann ich mir also gut merken: Hände und Klicks weg von Kiwi 😉

26.05.2016

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