Intelligent oder was?

Einen Tag nach dem (von wem auch immer ausgerufenen) «Ohne-Facebook-Tag», der sich wohl an die (katholische) Fastenzeit anhängen wollte, verzichten wir also auch auf einen Beitrag mit Facebook-Bezug. Im Gegenteil ;-), heute befassen wir uns mit «Intelligenz» bzw. mit dem, was heute darunter zum Teil verstanden wird. Einerseits fürchten sich viele von uns ja schon «präventiv» vor der künstlichen Intelligenz, die uns als Denkende, Arbeitende und Handelnde ja irgendwann überflüssig machen soll. Allerdings habe ich da so meine Zweifel, wenn ich mir das anschaue, was unsere Hard- und Software-Unternehmen uns unter dem Stichwort «intelligent» alles verkaufen wollen. Kaum ein elektronisches Gerät kommt noch ohne diesen Zusatz auf den Markt, ob Kühlschrank, Laptop oder simple Bratpfanne. Meistens meint «intelligent» dann, dass das Ding etwas mehr kann als seine Vorgänger-Generation: Der Kühlschrank etwa merkt, wenn er leer ist (was wir selbst ja nicht so ohne Weiteres selbst feststellen könnten), der Laptop schaltet sich aus, wenn die Tasten ein paar Minuten unberührt bleiben, und die Pfanne meldet, wenn die programmierte Kochzeit um ist. Das Paradebeispiel für falsch verstandene Intelligenz sind für mich aber «intelligente Ordner» in Mailprogrammen oder Betriebssystemen. Die sammeln nämlich nach von mir (und damit meinem Hirn) festgelegten Kriterien gewisse Dateien und Mails. Wenn das «intelligent» ist, dann bin ich zuversichtlich, dass es uns und unser Hirn auch in Zukunft noch braucht.

01.03.2018

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