Hochbeet vom Elektronikhändler

Bist du ein «Webroomer», ein «Showroomer», ein «purer Offliner» oder ein «purer Onliner»? Das ist eine der heutigen Typologien für Einkaufsverhalten. Während die «puren» Begriffe einfach verständlich sind – der pure Offliner kauft (noch) alles im physischen Laden vor Ort, der pure Onliner kauft alles online. Der «Webroomer» informiert sich online über die Produkte, die er kaufen will, und holt sie sich am Ende doch im Laden – vielleicht, weil er das Einkaufserlebnis liebt oder weil er den lokalen Händler unterstützen will. Oder sicher sein will, dass das im Internet gefundene Hotel von einem realen Reisebüro auch empfohlen wird. Manche «Webroomer» sind aber einfach globalen Anbietern gegenüber kritisch und holen sich bei «booking.com» den Preis, den sie aber ungeschmälert dann lieber direkt dem Hotelier bezahlen. Deutlich weniger beliebt sind im darbenden Detailhandel die «Showroomer»: Sie schauen sich offline alles an, lassen sich beraten, probieren vielleicht sogar Schuhe oder Kleider an und verabschieden sich dann mit «Ich muss mir das nochmals überlegen». Das ist der Code, hinter dem das Verhalten «Ich gehe jetzt nach Hause an den Computer und bestelle mir genau das viel günstiger im Internet». Den höchsten Anteil an Showroomern gibt es bei der Generation Y (13 Prozent), während ältere und auch jüngere das weniger machen. Umgekehrt haben die Silver Generation und die Generation Z die höchsten Anteile an Webroomern (jeweils gegen 50 Prozent). Und da passieren Dinge, die wir aus der analogen Einkaufswelt nicht kennen: Da suchte ein älterer Webroomer doch ein Hochbeet und gab das Stichwort im Browser ein. Und fand tatsächlich das günstigste Hochbeet bei Microspot. Ich fahre am Wochenende nun mal zur Gärtnerei und frage nach dem neusten Tablet. Wer weiss…

18.05.2017

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