Handy, Sex und Klo

Ich gebe es ungern zu, aber wenn ich mich an «handelsübliche» Definitionen halte, dann darf ich diesen Blog seit letzten November eigentlich nicht mehr als «Digital Immigrant» schreiben: Menschen ab 55 gehören gemäss «Media Use Index» (in der Schweiz jedes Jahr von der Y&R Group erstellt) zu den «Silver Surfern». In diesen Studien gibt es also drei Generationen von Internet-Nutzern: Digital Natives (14- bis 29-jährig), Digital Immigrants (30- bis 54-jährig) und Silver Surfer (55- bis 96-jährig). Und natürlich verschieben sich diese Werte mit jedem Jahr, denn aus heutigen Digital Natives werden ja nicht plötzlich Immigrants und – ja, richtig! – aus Immigrants wie mir werden nicht auf einmal Silver Surfer. Vielleicht sehen unsere Schläfen danach aus, wir bleiben aber Immigrants. Und als solche halten wir eben mit vielen Natives mit. Zum Beispiel sind gemäss der genannten Studie 92 Prozent von uns mit mobilen Geräten im Internet unterwegs, bei den Natives sind es 98 Prozent. Und der Aussage «Ich würde eher auf Alkohol im Ausgang verzichten, als mein Smartphone zu Hause zu lassen» stimmen 54 Prozent der Natives und 53 Prozent der Immigrants zu: Praktisch «Gleichstand» also. Nur bei den Fragen, ob wir eher auf Sex als aufs Handy verzichten würden und ob wir das Mobile aufs Klo mitnehmen, liegen wir deutlich hinter den Natives. Allerdings: Wenn wir die handynutzungsunabhängige Häufigkeit von Sex und/oder Gang zum WC in unserem Alter in Beziehung setzen zu diesen Prozentzahlen, dann ist die Handynutzungszeit während dieser Tätigkeiten praktisch identisch. Bitte jede/r für sich nachrechnen 😉

25.05.2017

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