Freunde, Kontakte und so

Eines der beliebtesten Gesprächsthemen, übrigens nicht nur unter den Digital Immigrants, sondern durchaus auch bei Natives: Wen «darf» man als Freund auf Facebook oder als Kontakt bei Xing oder LinkedIn anfragen und wen nicht? Wen nimmt man/frau an und wen nicht? Das Thema ist beinahe unerschöpflich, denn es gibt grosse Diskussionen über die Folgen des eigenen Handelns oder eben Nichthandelns. Bleiben wir doch mal bei Facebook: Sollen sich Eltern um die Freundschaft mit ihren Kindern «bewerben», wo doch gleich die Vermutung aufkommen kann, sie wollten nur genau(er) wissen, was der Nachwuchs so postet und mit wem er/sie Kontakt hat? Gehört es sich, die Freundschaftsanfrage der Chefin auf Facebook ganz locker stehenzulassen oder gar abzulehnen? Obwohl eine Ablehnung bei ihr nicht direkt sichtbar wird, erwartet sie vielleicht doch eine rasche Annahme (übrigens auch ein wichtiges Thema: Wie lange darf man/frau mit dem Annehmen einer Freundschaftsanfrage warten?). Okay, die Sache ist komplex. Schon der Begriff «Freund/in» lässt nach den Kriterien fragen, nach denen jemand in diesen Kreis aufgenommen wird. Und die Antwort nach der «Netiquette», dem «richtigen» Verhalten, ist wie fast immer bei solchen Social Media-Fragen: Es gibt keine wirklichen Regeln, nur Mainstream und Individualität, und das nebeneinander. Immerhin lässt sich sagen: Männer lehnen Anfragen von Frauen praktisch nie ab (und fallen auch auf «Fake»-Profile jeder Haarfarbe rein), während Frauen – wie im richtigen Leben – wählerischer sind. Zurecht, finde ich.

11.08.2016

Ein Gedanke zu „Freunde, Kontakte und so

  1. Meine Einstiegshürde ist relativ einfach: Ich muss die Personen wirklich persönlich kennen. Das heisst, schon mal etwas mit ihnen getrunken haben und geplaudert. Es gibt einige wenige Ausnahmen von dieser Regel.

    Weiter warne ich alle Geschäftskontakte davor, dass sie eine Seite von mir kennen lernen auf Facebook, die sie allenfalls gar nicht wollen.

    Dazu muss ich sagen, dass ich eine Themenliste habe, welche Dinge ich auf welcher Plattform sage. Auf Xing schreibe ich etwas anderes, als auf Facebook usw.

    Jede soziale Plattform hat so ein etwas anderes gefärbtes Profil von mir.

    Ob das nun Overkill ist, muss jeder entscheiden. Aber es lohnt sich, mal hinzusetzen und sich zu fragen: Wer bin ich für die anderen Menschen? Was will ich zeigen? Was bleibt privat und was nicht?

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