«Digital Immigrant» ist keine Altersfrage

Inzwischen hat fast jede/r eine Vorstellung davon, wer zur Generation der Digital Natives und wer zu den Digital Immigrants gehört. Zu jenen, die sozusagen in die digitale Welt hineingeboren wurden, spricht man einmal ab Jahrgang 1980 (die allerdings bei der richtigen Verbreitung des Web schon beinahe Teenager waren), ein anderes Mal ab 1990. Und so richtig, seien wir ehrlich, sind das erst die 2000-er-Jahrgänge. Genauso sieht es auf der anderen Seite aus: Einmal sind eben die vor 1980 Geborenen, die Digital Immigrants sind. Von «Immigrants» im engeren Sinn spricht man dann von 1970ern und älteren (zu denen ich gehöre). Ja, wir waren zwangsweise noch analog unterwegs. Ich gehörte 1981, im Jahr meiner Matura, zu den «First movern» mit elektronischer Kugelkopf-Schreibmaschine von IBM, bei der man tatsächlich ca. 20 Anschläge zurückkorrigieren konnte, bevor sie die Maschine aufs Blatt druckte. Ich persönlich – klar, muss ich ja, werden jetzt einige richtige «Natives» denken – bin sowieso dafür, dass «Digital Natives» altersunabhängig all’ jene sind, die sich in der digitalen Welt gern und gewandt bewegen. Und «Digital Immigrants» alle anderen, die sich schwertun. Denn tatsächlich gibt es digitale Kniffs und Tricks, die ich alter Hase besser kenne als Junge, und immer wieder trifft man auf Junge, die von vielen digitalen Dingen und Möglichkeiten überfordert sind, selbst wenn ihr Daumen mit dem Mobile zusammengewachsen ist. Und, wie seht Ihr das mit der Altersfrage?

04.02.2016

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