Digipigi – will auch haben

Der Name dieser Innovation auf dem Schweizer Bankenplatz ist mir sympathisch, könnte doch mein virtueller Enkel so heissen: Digipigi. Und das ist kein schmutziges Wort, das mir vielleicht ein Kritiker nachruft, wenn ich mal über ein weniger appetitliches Thema in der digitalen Welt schreibe. «Digipigi» heisst das Produkt, mit dem eine Schweizer Grossbank – deren Namen ich hier nicht nenne, weil sie mich bisher nicht sponsert – die Kids beglückt. Diese analog-digitale Variante des guten alten Sparschweins, also das «digitale Sparkässeli», besteht aus einer (analogen) Figur, die allerdings eher wie eine Katze aussieht. Das Ding erinnert an die früheren Tamagotchis, die kleinen Viecher, die man regelmässig «füttern» musste. Auch das Digipigi kann man füttern – es reagiert mit Mimik und Geräuschen auf den Geldeinwurf und auf Transaktionen auf dem Bankkonto des Kindes. Gemäss Eigenwerbung schützt es Erspartes mit einem sicheren Magnetschloss (!) und ist nur im definierten Haus-WiFi voll funktionsfähig. Und dann dient es erst noch als Nachtlampe, Uhr und Wecker. Nur sparen – für ein via App definiertes Ziel – müssen die Kids ab 7 noch selbst bzw. ihre Eltern können für «Ämtli» Lohn auszahlen und auf das Konto überweisen. Das alles über eine Eltern-App, mit der sie auch Einsicht ins Kids-Konto haben. So sollen Kinder frühzeitig und spielerisch den sinnvollen Umgang mit Geld und Finanzen einüben und wohl auch merken, dass Arbeit sich lohnt… Möglicherweise hätten auch Erwachsene wie der «Digiimmi» Freude an einem solchen Sparschwein samt Konto – insbesondere an der Verzinsung von 5 Prozent. Schade, dass das Angebot nur für Kunden bis 12 Jahre gilt 😉

31.08.2017

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