Die drei Newsletter-Todsünden

Meinem Blick ins Digiimmi-Archiv (ja, Sommerzeit ist doch immer «Ins-Archiv-Schauen-Zeit», ob analog oder digital) kann ich immer noch fast nicht glauben: Ich habe mich noch in keinem Beitrag mit Newslettern beschäftigt, obwohl ich doch selbst beruflich den einen und anderen verschicke und einige mehr als Empfänger auch erhalte. Und ich bin sicher nicht der einzige, der in einigen Newsletter-Verteilern drin ist. Also, die drei Todsünden sind schnell aufgezählt (es wäre kein Problem, hier sieben Todsünden zu erwähnen, aber dann würde ich die eine Todsünde selbst begehen müssen): 95 Prozent aller Newsletter sind zu lang(weilig), zu selbstbezogen und zu häufig im Briefkasten. Übertragen Sie diese Eigenschaften mal auf eine Person und sagen mir dann, wie oft Sie dieser Person ihre Tür öffnen würden. Also vielleicht dreimal: Das erste, das einzige und das letzte Mal. Zu lang(weilig): Als Betreff „Newsletter 1/2017“ und ein Umfang, der über fünf A4-Seiten belegt. Ich behaupte: Mehr als eine A4-Seite schaut sich niemand näher an. Zu selbstbezogen: Praktisch alle Newsletter sind aus der Sicht des Absenders formuliert statt im Hinblick auf die Interessen und Bedürfnisse der EmpfängerInnen. Und zu häufig im Briefkasten: Es gibt immer noch sogenannte Newsletter (meistens sind es Einladungen zu «einzigartigen» Events), die im Halbwochenrhythmus via Mail und gleichzeitig via LinkedIn, Xing und Facebook (im schlimmsten Fall auch noch über Whatsapp) verschickt werden. Leute, einfach mal herhören: «News» heisst «Neuigkeit», für Wiederholungen habe ich den Fernseher.

27.07.2017

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