Das digitale Leben und so

Nach drei Jahren «Immigration» ist es Zeit, Bilanz zu ziehen. Wie geht es dem Digiimmi in der schönen, neuen digitalen Welt? Hat er sich gut integrieren können und wird er von den «Natives» ernst genommen? Spricht er schon gut «Digitalisch» oder tönt es eher wie Secondo-Slang im analogen Leben? Keine Angst, das wird keine Gewissenserforschung vor den Augen und Ohren der ganzen Welt. Nur eine Bilanz. Was ist in diesen drei Jahren nicht alles geschrieben und kommentiert worden in Sachen Facebook, Instagram oder – wie hiess es noch gleich, das Ding, das Kim Kardashian fast zum Absturz gebracht hat? – ah ja: Snapchat. Da hat der Digiimmi eine wesentliche Lektion gelernt: In der digitalen Welt werden Dinge so unglaublich schnell zum Hype wie nie zuvor in der analogen Welt. Weil wir alles so schnell und einfach teilen und weitergeben können, erfährt (fast) jeder, der will, was gerade «in» und was «out» ist. Und die meisten von uns Herdentieren entscheiden sich fürs «In»-Sein. Auch der Digital Immigrant natürlich, der gerne dabei sein möchte, wenn die Welt gestaltet, kommentiert und «verbessert» wird. Und das geht vielen Babyboomern so, die sich jetzt ja in Richtung Ruhestand bewegen und dann noch mehr Zeit haben werden, ihre Timelines und Streams nach «Wichtigem» zu durchstöbern. Jetzt, liebe Digital Natives, wo ich eure Sprache einigermassen verstehe und mich in eurer Welt einigermassen wohlfühle, gehe ich zurück in die «Crowd» und geniesse das digitale Leben etwas mehr für mich allein. Es hat Spass gemacht mit euch. Aber nehmt euch in Acht: meine «Likes» und Kommentare verteile ich auch in Zukunft ungehemmt. Einfach nicht mehr in Rubriken eingeteilt. #byebye

11.10.2018

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