«Kekse» muss man einfach mögen

Für Ohren unserer Generation tönt «Cookies» ja immer noch eher wie Kekse und nicht wie eine Technik. Das hilft Digiiimmis wie mir, eine «Eselsbrücke» (keine Ahnung, ob Natives dieses Wort überhaupt noch kennen!) zu bauen: Genauso wie nämlich die Bedienung in einem Café sich bei einem wiederkehrenden Besucher merkt, ob er einen Espresso oder Kaffee mit Milch und Zucker oder eben ohne trinkt, genauso merken sich «Cookies» (falls ich sie im Browser zulasse) schon bei meinem ersten Besuch auf einer Website, was ich mir genau anschaue, wo ich surfe, etc. Viele Digiimmis regen sich darüber auf, weil sie nicht möchten, dass sie technisch «überwacht» werden. Die gleichen Immigrants verschicken aber problemlos und unverschlüsselt via Mail ihre vertraulichsten Daten und Dokumente. Dabei weiss eigentlich jede/r, dass Mails so offen durch die digitale Welt geschickt werden wie Ansichtskarten durch die analoge. Die meisten von uns schätzen also die Bedienung, die unsere Gewohnheiten nach drei, vier Besuchen kennen und den Kaffee ungefragt richtig servieren. Wenn Cookies dies bereits von Anfang an und in der Regel viel zuverlässiger tun, dann mögen viele das nicht. Ich selbst bin da anders: Ich schätze es, wenn Cookies mein Gedächtnis (Benutzernamen, Passwörter!) unterstützen und entlasten und – ehrlich gesagt – freue ich mich, dass mir auf Social Media-Plattformen Bücher und Dinge zum Kauf vorgeschlagen werden, die zu mir passen – weil die Cookies mich eben kennen, wie der Händler oder die Verkäuferin meines Vertrauens.

18.02.2016

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