Bitte nicht telefonieren

Hier war schon mal die Rede davon, dass die Generationen Y (heute zwischen 20 und 30) und Z (heute zwischen 10 und 19) das Telefon nur noch mit den Händen benutzen. Gesprochen, also telefoniert, wird nur noch in den höchsten Phasen des Verliebtseins oder in anderen Notfällen. Kein Wunder also, dass sich das Bildtelefon auch in seiner schönsten Form (Facetime auf Mac und iPhone) niemals durchsetzen wird. Für meine Generation – die Babyboomer – und ihre Eltern dagegen war das Telefon Jahrzehnte lang die einzige Möglichkeit, in realtime über eine Distanz zu kommunizieren. Wer also zum Beispiel für ein paar Wochen ins Ausland fuhr, der besuchte dort regelmässig die öffentlichen Telefonkabinen, um nach Hause zu «kabeln» (ja, kabellos ging damals gar nicht) und zu melden, dass alles okay ist. Heute haben wir deutlich mehr Optionen, den zuhause Gebliebenen Nachrichten und Lebenszeichen zu schicken: Selbst im Flugzeug wird es langsam zum Standard, via W-Lan mit dem Rest der Welt in Verbindung zu bleiben. Allerdings wird es ähnlich lange wie in den letzten Jahren bei den Hotels gehen, bis dieser Dienst dann nicht mehr zusätzlich verrechnet wird. Die Swiss scheint da gerade die tiefen Flugticket-Preise via W-Lan-Gebühren wieder wettmachen zu wollen. Aber was ich heute eigentlich loswerden will: Natürlich bin ich für die freie Wahl der Kommunikationsmittel: Nur bitte, liebe Kolleginnen und Kollegen aus der Silver Generation, wenn ich Euch ein Mail, eine SMS oder eine Whatsapp-Nachricht schreibe, DANN TELEFONIERT NICHT ZURÜCK. Wenn ich telefonieren will, dann rufe ich an. Okay?

03.03.2016

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