Bitte keine Grippe!

«Influenza» ist der medizinische Fachausdruck für «Grippe». Daran erinnere ich mich immer wieder, wenn ich überall von «Influencers» lese. Allerdings kommt mir ihr Auftreten eher wie eine Epidemie vor und nicht so harmlos wie eine Grippe. Dabei sind wir doch alle – ob virtuell oder real – «Beeinflusser» (so die wörtliche Übersetzung von «Influencer»). Irgendwann ist jemand auf die Idee gekommen, Leute mit besonders vielen Followern und Freunden auf Social Media so zu bezeichnen. Und nun werden diese Stars und Sternchen – von der vierbeinigen «Grumpy-Cat» über Liedchen trällerende oder Wimpern besonders kunstvoll behandelnde Teenager bis hin zu Popgrössen – von Unternehmen und Organisationen dafür bezahlt, möglichst «authentische» Posts zu deren Produkten oder Ideen zu machen. Da steht dann natürlich nicht «paid content» («bezahlter Inhalt») drauf, nein: das sind dann glaubwürdige Testimonials 😉 Zwar bekommen die je nach Person riesige Mengen an Likes und Shares, und Handtaschen oder T-Shirts lassen sich so ganz oft wohl (aus-)verkaufen. Menschen, die sich in ihrer persönlichen oder politischen Haltung von Influencer-Posts tatsächlich beeinflussen lassen, die suche ich bisher allerdings vergeblich. Und ich lass mich auch nicht anstecken!

21.12.2017

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