Allo?

Es hat sich ja eingebürgert, das ursprüngliche Grusswort «Hallo» als Fragewort überall dort einzusetzen, wo man staunt oder sich nervt: «Hallo?» ist in unseren Breitengraden zum Synonym dafür geworden, dass man mit einer Aussage oder einer Handlung ganz und gar nicht einverstanden ist. Und so ein ähnliches «Hallo?» ist mir innerlich entschlüpft, als bekannt wurde, dass Google in diesen Tagen sein neues Messenger- und Chat-Programm «Allo» launcht. Brauchen wir tatsächlich neben Whatsapp, Facebook Messenger, iMessage und all den anderen Tools wirklich noch ein Neues? Natürlich nicht, aber das bedeutet ja noch lange nicht, dass es nicht doch erfolgreich wird. So auf den ersten Blick wirkt es aber eher wie seinerzeit bei Google Plus, das deutlich später als andere Social Media-Plattformen lanciert wurde und sich trotz «innovativen» Ideen wie verschiedenen «Kreisen» von virtuellen Freunden, Kolleginnen oder Bekannten nie wirklich durchsetzte. Mit Allo kann man (unglaublich) nicht mal telefonieren, dafür gibt es hier die von «Insta» her schon bekannten «Sticker», mit denen man eine sonst vielleicht langweilige Unterhaltung aufpeppen kann. Wieso mir ein (Ro)BOT(er) aber auch noch Antworten vorschlägt, wenn ich zu faul bin, selbst zu schreiben, das begreife ich als Digital Immigrant definitiv nicht. Kann mir vielleicht ein Native erklären, was an einem Chat noch Spass macht, wenn der Bot für uns chattet?

22.09.2016

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