«Autobiografie» leicht gemacht

Wir Social Media-Nutzerinnen und -Nutzer sind ja – auch wenn Zuckerberg und Co. ihren Kunden anderes versprechen – von Werbe-Einblendungen in unseren Streams eher genervt und manchmal auch überrascht, für wie blöd wir gehalten werden. Wenn wir auf die Banner klicken, dann eher aus Langeweile oder zu Testzwecken. Habe ich also wieder mal gemacht, und wisst Ihr was: Obwohl ich bereits im letzten Blogbeitrag ungefragt und unbezahlt Werbung (für Augmented Paper, Ihr erinnert Euch) gemacht habe, muss ich es schon wieder tun – die Werbung in meinem Stream also versprach mir, für mich in ein paar Minuten ein Buch zu generieren, das mein Facebook-Jahr 2016 zusammenfasst. Und tatsächlich: Für jedes Kalenderjahr, oder auch für andere Zeiträume meiner Wahl, entsteht mit einem Klick bei «MySocialBook» ein Buch mit meinen Posts, Uploads, Kommentaren meiner Facebook-Freunde und so weiter. Gesagt, getan, und zwar ohne eigenen Eingriff (man könnte also auch ungeliebte Posts und Bilder raushauen und überhaupt redigieren). Und das ist nun wirklich eine Autobiografie im doppelten Sinn: Selbst geschrieben (übers Jahr) und auch noch automatisch gemacht. Natürlich ist die Bildauflösung weniger perfekt als bei Fotobüchern (für die wir aber ja jeweils Stunden und Tage eigener Zeit einsetzen) und natürlich kann man sich fragen, ob jeder der Kommentare eine Verewigung in einem Buch verdient hat. Aber, he: Selbst die Digital Natives waren in der Znünipause beeindruckt und finden das eine coole Sache. Obwohl das Produkt doch wie zugeschnitten scheint auf uns Digital Immigrants, denn endlich können wir unsere Online-Welt auch offline durchblättern. Oder wie Natives sagen würden: «Geilomeilo!»

mysocialbook_def

www.mysocialbook.com

12.01.2017

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